Nachdem ich mich vor zwei Wochen mal mit dem Thema: Bezahlung von versteckten Mitarbeitern auseinandergesetzt habe, war die nächste Frage, wann starte ich mit Flattr? Aber erst mal:
Was ist Flattr?
Flattr ist ein sozialer Bezahldienst für Kleinstbeträge. In der Praxis sieht dass so aus, dass man um ein Flattr Konto zu erstellen, erst mal einen Betrag einbezahlen muss, den man dann über die kleinen Flattr Buttons, die überall in Internet auftauchen, wieder verteilen kann. Der Flattr Button, ist wie ein Like mit Minispende. Bei Flattr legt man einen monatlichen Betrag fest und dieser wird dann gleichmäßig auf alle Klicks verteilt. Nur wer selber spendet, kann auch etwas bekommen und einen eigenen Flattr Button erstellen.
Bei der Verbreitung geht Flattr sehr clever vor, statt den Dienst zu schnell aufzublasen ist der Zugang invite only. Jeder der sich anmeldet, bekommt erst wenn er seine eigenen Inhalte verlinkt 3 neue Invites. Flattr verbreitet sich also zuerst unter den Künstlern, Designern, Autorinnen, bevor es in die breite geht. Dabei hilft auch, dass Menschen die selber Anerkennung für ihre Arbeit bekommen auch die Leistungen anderer anerkennen. Flattr wächst also in einem positiven Umfeld auf.
die Tricks:
- Gier: Ich bin mir sicher, dass einige bei Flattr nur deshalb mitmachen um Geld zu bekommen.
- Give to get: Wer Spenden haben will, muss erst etwas geben. Das Geben und Nehmen hier so eng verknüpft werden, steigert wahrscheinlich die Spendenbereitschaft.
- Knappheit: Man kann nur drei weitere Personen einladen, dadurch wirkt (wird) eine Einladung kostbar und man überlegt sich wem man diese zukommen lässt.
- Viral: Jeder der seine Seite mit Flattr Buttons ausstattet, macht Werbung für den Service.
- Starke Vorbilder: Jeder der sich bei Flattr anmeldet, erfährt spätestens jetzt, dass alle anderen, die einen Flattr Button besitzen auch Spenden. Und wenn das alle machen…
Zurück zu meiner, wenige Stunden alten, Flattr Karriere:
Nachdem ich mich nicht sofort anmelden konnte, weil ich keinen Invite Code hatte, habe ich erst heute morgen mal getwittert, dass ich einen Invite Code suche und 4 Minuten später kam ein Angebot aus Italien, dass ich nicht ablehnen konnte. Es hat keine halbe Stunde gedauert, bis ich mein Konto aufgeladen, meine Seiten mit Buttons ausgestattet und den ersten Kuchen verteilt hatte. Zum ausprobieren starte ich erst mal mit schüchternen 5€ (ungefähr eine halbe Kinokarte im Cinestar) und schau erst mal wie oft ich Buttons klicke. Falls ich irgendwann im Geld schwimme, erinnert mich bitte dran, dass ich das nochmal aufstocke.
Und natürlich bin ich auch gespannt, ob ich selber Klicks bekomme.
