Flattr: If you like it, it is quality

Ein Vortrag, den ich bei der Republica ausfallen lassen habe, war der über Flattr. Aber wofür gibts youtube.

Eigentlich gibts in dem Vortrag kaum neues zu Flattr, dafür erfährt man viel über die Geschichte und die Philosophie von diesem Dienst.

Flattr entstand aus thepiratebay und das Ziel ist es, Künstlern Geld für ihre Arbeit zukommen zu lassen ohne dass die Musikindustrie sich dabei die Taschen voll stopft. Langfristig soll es möglich sein jedes Werk zu flattrn. Egal ob ein Bild in einer Gallerie, ein Film auf dem Festival oder ein Song der grad im Radio läuft.

Und wenn man sich das einfach mal durchrechnet, wird das Konzept schnell interessant. Veröffentlicht man als Band ein Album über die Musik Industrie bekommt man nichtmal 1€ pro verkauftem Album. Den einen Euro pro Fan bekommt man aber auch relativ leicht mit Flattr zusammen. Wenn man bei Itunes flattrn kann, kommen bei einem guten Album im lauf des Jahres bestimmt 50 Klicks zusammen.

Reputation durch the Pirate Bay

Am Donnerstag, nach dem Communication Fight Club, haben wir uns diesen Vortrag zusammen angesehen und am Ende wurde noch der Faktor vertrauen diskutiert. Warum sollte man diesem Typen oder diesem Projekt trauen?

Ich habe Flattr vertraut, weil Netzpolitik und Spreeblick (Die Veranstalter von der re:publica) dem Projekt auch vertrauen. Außerdem gehts hier um 20€ und die habe ich schon sinnloser ausgegeben. Jetzt wo ich weiß, dass thepiratebay.org dahinter steckt, habe ich sogar direktes Vertrauen in das Projekt. Ich habe die Berichterstattung über den Prozess gegen The Pirate Bay verfolgt und war beeindruckt, mit welchem Selbstbewusstsein sich dort die Beschuldigten verteidigt haben. Es ist so ein bisschen David gegen Goliath.

Je mehr freiwillig flattrn, desto mehr Künstler können der Medienindustrie adieu sagen und ohne Zwischenhändler und Preisschilder davon leben. Ich werde deshalb auch anfange, das selbe mehrfach zu flattrn, wenns mir gefällt, ist es Qualität.

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